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Den Hintergrund der Geschichte bildeten die Auseinandersetzungen zwischen Staufern und Welfen um die deutsche Königskrone im 12. Jahrhundert. Herzog Heinrich der Stolze von Bayern und Sachsen, ein Welfe und Schwiegersohn Kaiser Lothars, beanspruchte nach Lothars Tod die Königskrone. Die Reichsfürsten fürcheten jedoch seine Macht und wählten stattdessen im März 1138 Konrad den III., einen Hohenstaufer, zum deutschen König. Heinrich der Stolze erkannte die Wahl von Konrad nicht an. Nach Heinrichs Tod 1139 übernahm Welf VI., der Burgherr von Weinsberg, die Verteidigung der Interessen von Heinrichs minderjährigem Sohn. Um seine Ansprüche durchzusetzen, begann Konrad III. Mitte November 1140 die Belagerung der Burg Weinsberg. In einer Entscheidungsschlacht außerhalb der Burgmauern wurde Welf mit seinen Truppen vernichtend geschlagen, die staufische Führung des Reiches wurde durch Konrads Sieg bei Weinsberg besiegelt. Die Burgbesatzung musste sich ergeben. Konrad erlaubte aber mit "königlichem Edelsinn" den weiblichen Mitglieder der Burgbesatzung nicht nur freien Abzug, sondern gestattete, dass "jede mitnehmen dürfe, was sie auf ihren Schultern tragen könne." Entgegen den Erwartungen trugen die Frauen nicht ihr Hab und Gut, sondern ihre Männer auf den Schultern aus der Burg herab. |
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